Geschichte der Columbiahalle und des C-Clubs
(vormals Columbia-Halle und Columbia-Club)
Die Mauern der Columbiahalle blicken auf eine belebte Geschichte zurück: erbaut 1951 im Berlin der Nachkriegszeit, ist die Columbiahalle nebst C-Club von Beginn an eine kulturelle Einrichtung, deren Nutzungskonzept zwar über die Jahre wechselt, aber dabei nie ihren Charme verliert.
Der Gebäudekomplex wird gegenüber dem Flughafen Tempelhof als Freizeitgelände der US Air Force errichtet. Erklärtes Ziel ist es, das Freizeitgelände für "all US Personal and their guests", also das gesamte stationierte Personal und deren Gäste attraktiv zu gestalten und zugänglich zu machen. Den Truppen soll eine großzügige Sporthalle (Columbiahalle) und ein Kino (C-Club) — das Columbia Theatre mit 400 Sitzplätzen zur Verfügung stehen.
Die offizielle und glamouröse Eröffnung des Geländes findet am 13. Oktober 1951 mit der Premiere des Filmes "Captain Horatio Hornblower" mit Gregory Peck & Virginia Mayo im Columbia Theatre statt. An diesem Abend beginnt die Geschichte einer unverwechselbaren und bedeutenden Kulturinstitution, die bis heute ihren festen Platz in Berlins Kulturlandschaft hat.
Die Alliierten betreiben neben dem Columbia Theatre noch 7 weitere Kinos in Berlin während ihrer fast 50-jährigen Präsenz. Nach dem Abzug der Siegermächte verschwindet eine ganze "Szene" von Lichtspielhäusern aus Berlins Stadtbild und so verliert auch das Columbia Theatre an Bedeutung.
1994 fällt der Gebäudekomplex nach Abzug der Alliierten an die Oberfinanzdirektion Berlin. Das Columbia Theatre wird geschlossen und an die Berliner "übergeben". Ende der 90er Jahre erwirbt der Immobilienkaufmann Hans J. Walter das komplette Gelände und sieht die Zukunft der Sporthalle - der späteren Columbiahalle — in einem multifunktionellen, modernen Nutzungskonzept.
Am 28. Februar 1998 eröffnet die Columbiahalle als eine Veranstaltungshalle mit bis zu 3000 Plätzen für Konzerte, Firmenevents, Parties, Messen, Ausstellungen, Lesungen und Sportveranstaltungen.
Zeitgleich wird das ehemalige Columbia Theatre als der erste Radio Club Berlins in Kooperation mit dem RBB Sender Radio Fritz eröffnet. Als das Columbia Fritz schreibt der Radio Club in den folgenden Jahren Clubgeschichte und wird über die Grenzen Berlins hinaus bekannt.
Im Jahre 2002 verlässt das Radio-Club-Konzept die Räumlichkeiten des C-Clubs und beginnt ein neues Kapitel seiner Clubgeschichte in den Räumlichkeiten des Postbahnhofs am Ostbahnhof.
Deren Betreiber Norbert Döpp und Axel Schulz lenken nunmehr seit Januar die Geschicke der Columbiahalle. Der C-Club wird von den bisherigen Betreibern weiterhin als Live-Club für die härteren Gangarten des Rock betrieben.
Von Jörg Bachmann

